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10.10.2018

Rückschau auf NADESHDA - Wie alles begann

Was vor mehr als drei Jahrzehnte engagierte Christen in Ost und West nach dem verheerenden Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl als Ideenskizze auf den Weg brachten, hat sich zu einem prächtigen Projekt entwickelt. Seit 24 Jahren finden im Kinderzentrum NADESHDA Kinder im Alter von 6 – 17 Jahren Erholung, pädagogische und medizinische Betreuung. Sie essen gesundes Obst und Gemüse, das in den Gärten des Kinderzentrums wächst.

Heute können gleichzeitig 280 Kinder aus den verstrahlten Gebieten im Zentrum untergebracht werden. Der medizinische Bereich wurde erneuert und die Mensa erweitert. Im Sinne einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Entwicklung wurde die Energieversorgung des Zentrums auf erneuerbare Energien (Holzhäcksel, Solar, Photovoltaik) umgestellt.

Der umweltverträgliche Anbau von Obst und Gemüse sichert die Versorgung der Kinder mit frischen Gartenprodukten, angebaut in einer strahlungsfrei gebliebenen Zone, ohne synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Die Entwicklung dieses Projektes haben die Kleingärtner aus Westfalen-Lippe von Beginn an unterstützt: durch Beratung, Saatgut und Spendengelder. Kleingärtner aus der Region Hamm waren von Anfang an als Aufbauhelfer mit dabei. Sie haben beherzt mit angepackt, die ersten Obstgehölze gepflanzt und gepflegt. So ist ein ökologisch-gärtnerisches Unternehmen entstanden, das in Belarus landesweit als Pilotprojekt anerkannt wird. Der Landesverband, viele Verbände, Vereine und Gartenfreunde unterstützen das Projekt z. B. durch Spenden im Rahmen der Aktion "Taten statt Weihnachtskarten" oder sie betreuen Besuchergruppen aus Belarus.

NADESHDA wächst und verbindet die Menschen in Ost und West, in Belarus und Deutschland.